THEATERSTÜCKE


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„MENSCH“

Ein Antikriegsstück














Deutschland ist im Krieg und keiner merkt es. Fünf Männer und eine Frau unterhalten sich in einer Kneipe genau darüber: Krieg und Frieden. Pro und Kontra angesichts fallender deutscher Soldaten. Ein Hardliner samt Burschen, ein Philosoph und ein Student, dazu eine Frau, mit der es jeder treiben will. Kein Wunder, daß es zum Kampf kommt, bei dem Worte nicht ausreichen. Reine Dummheit schreit der Chor, die Sängerin der Brüderlichkeit verstummt. Eine Explosion setzt den Kontrapunkt und die Hoffnung stirbt zuletzt.




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„KÖNIG LUDWIG II. KÖNIG VON BAYERN“

Die letzten drei Wochen auf Neuschwanstein













König Ludwig II. in seinen letzten Wochen. Neuschwanstein! Der König ringt um den tieferen Sinn seines Herrschertums, ist im Gespräch mit Gott, doch auch mit Zweifeln behaftet. Da kommt Graf Dürckheim und berichtet von einem Komplott gegen Ludwig und von Zeitungsartikeln, die die geistige Gesundheit des Königs bezweifeln. Von undurchsichtigen politischen Mächten ist eine Verschwörung im Gang. Doch zunächst nimmt Ludwig das nicht ernst und zieht sich auf eine Hütte in den Bergen zurück. Dort begegnet er einer schönen Frau aus dem Volk und verliebt sich.Davon beflügelt trifft er sich mit Sissi auf der Roseninsel, die ihm die Augen vollends öffnet für die Gefahr, in der er schwebt. Am Tag, an dem er durch geheimen Brief erfährt, daß er Vater wird, entschließt er sich endlich zum Handeln. Doch ist es recht spät. Die Fangkommission steht schon vor den Toren. Sie wird durch Gendarmerie, Feuerwehren und Bauern entwaffnet und ins Verließ gesperrt. Doch als der König die Hochverräter richten will, sind sie durch einen gekauften Diener bereits befreit.


Jetzt kommt Dürckheim mit genauer Kunde. In aller Eile wird ein Plan gefaßt, die Lage noch zu wenden. An alle Zeitungen wird telegrafiert, die am nächsten Tag den Hochverrat aufdecken sollen. Graf Franckenstein wird als neuer Ministerpräsident eingesetzt. Ein Jägerbataillon aus Kempten wird herbeibeordert. Doch ist es zu spät. Alle Funksprüche werden abgefangen, das Heer auf den Prinzregenten vereidigt und Franckenstein verhaftet.

Ludwig weiß, daß er verloren hat, entläßt Dürckheim und sorgt für seinen Sohn vor. Dessen Existenz wird verschwiegen, sein Schutz gesichert. Danach steht der König verzweifelt und allein. An diesem Punkt erreicht ihn die große Vision, ein inneres Erleben, das ihn befreit. Er sieht den Schwanenritter vor sich, der ihm den Gral reicht, aus dem er trinkt. Nun hat er das Höchste erreicht. Das schenkt ihm Frieden. Er fügt sich in sein Schicksal.




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„DER FRIEDENSENGEL“

Komödie













Dieses bayerische Stück erinnert im Stil an den Brandner Kaspar. Es spielt im Himmel, im Paradies und natürlich auf der Erde, auf der sich ein Familiendrama anbahnt. Es ist alles mit von der Partie, was Rang und nahmen hat: der heilige Petrus, Erzengel Michael und natürlich Tod und Teufel, einige Weisswürste, resche Brezen, frisches Weißbier und eine fesche Bedienung, um nur die wichtigsten zu nennen.
Der heilige Petrus soll im Himmel einen Friedensengel ausbilden, der den Frieden auf die Erde bringen soll. Seine erste Aufgabe: Er soll ein 17-jähriges Mädchen retten, das bei einer Floßfahrt in der Isar zu ertrinken droht. Es geht dabei mit dem Teufel zu und der Tod weiß wieder einmal von nichts. Gut, daß es den Erzengel Michael gibt. So besteht der Friedensengel seine Feuerprobe und das Mädchen, wird in einer dramatischen Rettungsaktion doch noch gerettet. Sie kehrt zurück zu den Lebenden und weiß den Engel des Friedens für den Rest ihres Erdenlebens bei sich.




 

DR. MED. KARL-HEINZ RAUSCHER

Wir gehören alle zusammen